Vom 04. Juni bis 06. September 2026 präsentieren die FLOHBURG | Das Nordhausen Museum und die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora gemeinsam die Ausstellung »Wer ein Leben rettet…« – Lebensgeschichten von Kindern des »Verlorenen Transports«. Die Ausstellung, die vom Freundeskreises Technisches Denkmal Brikettfabrik LOUISE in Domsdorf e.V. erarbeitet wurde, widmet sich den Geschichten der Überlebenden eines Räumungstransports aus dem Konzentrationslager Bergen-Belsen.
Am 23. April 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee in der Nähe des kleinen Dorfes Tröbitz (Lausitz) mehr als 2300 völlig entkräftete und kranke Jüdinnen und Juden – Kinder, Frauen und Männer. Sie waren aus dem KZ Bergen-Belsen in einem Güterzug deportiert worden, der als der »Verlorene Transport« bezeichnet wird. Etwa 500 Jüdinnen und Juden starben während der Fahrt oder in den Tagen und Wochen danach. Sie wurden in Massengräbern entlang der Zugstrecke und in Tröbitz beigesetzt. Die Wanderausstellung stellt die Lebensgeschichten von acht Kindern des »Verlorenen Transports« anhand von zumeist unbekannten Fotografien, Zeichnungen und Texten dar.
Eröffnet wird die Ausstellung in der Flohburg am Donnerstag, 04. Juni, 18 Uhr. Initiator und Kurator Günter Morsch (bis 2018 Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen) wird inhaltlich in die Ausstellung einführen. Der Eintritt zur Eröffnung ist frei.