Als Lee Miller am 15. April 1945 das kurz zuvor befreite Konzentrationslager Buchenwald betrat, nahm sie einige der eindrucksvollsten Fotografien dieses Ortes auf. Ihre Absicht war es, zu dokumentieren – doch ihre Bilder gingen immer wieder über die reine Beweisaufnahme hinaus. Beeinflusst von ihrem Hintergrund als surrealistische Künstlerin verbinden Millers Fotografien dokumentarische Genauigkeit mit ästhetischem Gespür, ausgefeilten Kompositionen und einer ausdrucksstarken Bildsprache.
Diese Ausstellung zeigt Lee Millers Fotografien in der Kunstausstellung der Gedenkstätte Buchenwald. Mit dieser Ausstellung möchten die Kuratorinnen Mackenzie Lake und Dr. Katharina Günther die Verbindung zwischen der klassischen Stadt Weimar und dem Konzentrationslager Buchenwald hervorheben, das 1945 die Augen der Kriegsberichterstatterin und Künstlerin Lee Miller fesselte.