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Rudolf Brazda

Aus dem annektierten Sudetenland in das KZ Buchenwald deportiert

Rudolf Brazda, Anfang der 1930er Jahre.
(Rudolf Brazda / Alexander Zinn)

Rudolf Brazda wird 1913 als Sohn tschechischer Eltern in Brossen (Kreis Zeitz) geboren. Er absolviert eine Lehre als Dachdecker und lebt ab 1933 mit seinem Freund zusammen. 1935 verurteilt ihn das Landgericht Altenburg nach § 175 zu sechs Monaten Gefängnis.
Nach seiner Haftentlassung wird er als „Ausländer“ in die Tschechoslowakei abgeschoben.
Nach der Annexion des Sudetenlandes gerät er erneut ins Visier der Gestapo. Er wird festgenommen und 1942 als Homosexueller in das KZ Buchenwald eingewiesen.

Häftlingspersonalkarte des KZ Buchenwald für Rudolf Brazda, 8. August 1942.
Als Haftgrund ist „§ 175“ angegeben. Die Häftlingsnummer (oben rechts) ist mit dem rosa Winkel und dem Zusatz „Homo“ versehen.
(Arolsen Archives)

Zunächst muss er wie fast alle anderen Rosa-Winkel-Häftlinge im Steinbruch arbeiten.
Später gelingt ihm mit Hilfe politischer Häftlinge die Verlegung in ein Baukommando, in dem er als Dachdecker arbeitet.
Nach der Befreiung im April 1945 zieht Rudolf Brazda nach Frankreich und lernt dort einen neuen Partner kennen. Mit ihm lebt er bis zu dessen Tod im Jahr 2003. Rudolf Brazda stirbt 2011. In den letzten Jahren vor seinem Tod engagiert er sich für die Erinnerung an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.


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